Die Türkei, Russland und der Iran haben unterschiedliche Interessen in Syrien. Die Verhandlungen der Hardliner an diesem Montag dürften schwierig werden.

Recep Tayyip Erdogan ist in der Defensive. Der türkische Präsident kämpft im eigenen Land um die Zustimmung seiner Bürger. Sein Präsidialsystem konnte viele bislang nicht überzeugen. Das Gleiche gilt für die Syrienpolitik von Erdogans Regierung: Die Türkei hat knapp vier Millionen Menschen aufgenommen – und wohl gehofft, mit einem schnellen Ende des Krieges alle wieder zurückschicken zu können.

 

Doch der Krieg im Nachbarland geht bald ins neunte Jahr, ein schnelles Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Im sogenannten Astana-Prozess verhandeln die drei Staaten seit 2017 um eine Lösung im Bürgerkriegsland – bislang mit wenig Erfolg. Deshalb empfängt der türkische Präsident an diesem Montag den russischen Staatschef Wladimir Putin und seinen iranischen Kollegen Hassan Ruhani zu weiteren Gesprächen über das Bürgerkriegsland Syrien.

 

Die drei Länder gelten als Garantiemächte in dem kriegs- und fluchtgeplagten Land, das noch vor zehn Jahren Touristen, Diplomaten und Geschäftsleute nach Damaskus, Aleppo oder Palmyra anzog. Heute reden drei Hardliner darüber, wann es wieder Frieden geben soll – und unter welchen Bedingungen.