Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat betont, wie notwendig die Öl- und Gasimporte aus dem Iran für sein Land sind. Trotz der weiter verschärften US-Sanktionen gegen die iranische Energiebranche hält die Türkei an ihren Beziehungen mit der Islamischen Republik fest.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte, es sei „unmöglich“ für sein Land, den Kauf von Öl und Erdgas aus dem Iran einzustellen und deutete damit an, dass die Türkei eine Reihe von Sanktionen missachten wird, die die Vereinigten Staaten jüngst gegen den iranischen Energiesektor verhängt haben.

Während seines Rückflugs von der UN-Vollversammung in New York erklärte Erdoğan Reportern gegenüber, dass Ankara sich von den US-Sanktionen gegen den Öl- und Gashandel der Islamischen Republik nicht abschrecken lassen wird. Die Türkei habe kein Interesse daran, die Beziehungen zum Iran zu beenden, sagte Erdoğan laut dem türkischen Sender NTV.

Seit dem Rückzug der USA aus dem von ihr und weiteren Staaten unterzeichneten Nuklearabkommen mit dem Iran, hat US-Präsident Donald Trump die vor dem Abkommen verhängten Sanktionen gegen die Islamische Republik wieder aufgenommen und kontinuierlich verschärft. Beamte des Weißen Hauses sprechen dabei von einer „Kampagne des maximalen Drucks“, um die Ölexporte Teherans auf Null zu reduzieren.

Die USA und ihr in der Region engster Verbündeter Saudi-Arabien bezeichnen den Iran als Urheber der jüngsten Attacken auf neuraligische Ölanlagen der Golfmonarchie, obwohl die jemenitischen Huthi-Rebellen die Verantwortung für die Luftangriffe übernahmen und Teheran jegliche Beteiligung abstreitet.

Erdoğan hat es bisher unterlassen, sich den Stimmen „Iran ist schuld“ aus Washington und Riad anzuschließen.

Quelle: RT